Kieselgur

Kieselgur sind Ablagerungen von mikroskopisch kleinen, fossilen Kieselalgen.
Sie besteht aus den vorbehandelten verkreiselten Schalen und Gehäusen der so
genannten Radiolarien und Diatomeen mit den verschiedensten Formen, deren
KieselgurGerüstsubstanz zu 85-90% aus Kieselsäure (SiO2) und zu etwa 4% aus Al2O3 besteht und elektrisch geladen ist.

Je nach Epochen der biologischen ozeanischen Entwicklung bildeten sich mächtige
Ablagerungen, aus denen die Kieselgur im Tagebau gewonnen wird. Je nach ihrer
Herkunft (Kalifornien, Frankreich oder Deutschland), gibt es Unterschiede in Reinheit,
Farbe, Form und Kläreffekt. Es gibt runde Gebilde, langgestreckte Nadeln, Schiffchenformen,
eckige Platten, Scheiben oder Fächerformen.

Die vorwiegend stäbchenförmigen Schalen klären am besten, aber nicht lange, sie verstopfen
leicht. Vorwiegend runde plättchenförmige Gur klärt schnell, aber nicht sehr wirksam. Die
Guren werden daher meist gemischt. Mit zunehmender Porengröße des Kieselgur-Kuchens
nimmt die Durchflussleistung zu, verringert sich aber der Kläreffekt.


Kieselgur Feingur